Für größere Kinder ist das eigene Zimmer ganz klar ein Ort des Rückzugs, an dem sie ihre eigene Persönlichkeit ausleben und auch mal unordentlich sein können. Hier sind Freunde willkommen und lädt das Spielbett schon auch mal zu einem Räuberzug auf hoher See ein. Mama und Papa sind in diesem Alter froh, wenn die restliche Wohnung weitgehend spielzeugfrei ist und die Horde Spielfreunde aus dem Kindergarten nicht einen ganzen Nachmittag das Wohnzimmer belagert.
Bei frisch gebackenen Eltern mit Babys und kleineren Kindern sind die Ansichten über Sinn und Unsinn eines eigenen Kinderzimmers verschieden. Für die einen ist es reine Verschwendung, schon einem kleinen Windel-Prinzen ein eigenes Reich zu schenken. Viele Babys schlafen sowieso das erste oder gar auch zweite Jahr im elterlichen Schlafzimmer und haben maximal eine Spielecke in Wohnzimmer oder Küche.
Wieder andere schwören auf das eigene Zimmer schon ab der Geburt: die Babys würden sonst nie mehr alleine schlafen wollen und für eine noch viel zu lange Zeit eine „Einschlafhilfe“ in Form von Mama und Papa brauchen, so die Argumente pro Babyzimmer. Und: in einem extra Raum kann man prima sämtliches Kinderspielzeug, Kleidung und all die vielen anderen Baby-Utensilien unterbringen, die ansonsten zu viel Platz in der restlichen Wohnung wegnehmen würden.